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Artgerechte Auslastung: Dummytraining in Hundeschulen auf dem Vormarsch

BHV registriert steigendes Interesse an Hundesport / Erstmals BHV-Dummyprüfung aller Schwierigkeitsgrade an Leipziger Hundesportzentrum

Berlin/ Leipzig, 6. Juni 2013 – Immer mehr Hundeschulen des Berufsverbandes der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV) e.V. erweitern ihr Kursangebot um ein sogenanntes Dummytraining. „Wir verzeichnen bei Hundehaltern ein wachsendes Interesse an diesem abwechslungsreichen Hundesport“, sagt Rainer Schröder, der Vorsitzende des BHV, dem mehr als 700 Hundetrainer bundesweit angeschlossen sind. Im Hundezentrum von Bettina Krist in Leipzig-Thekla ist der Dummysport inzwischen so beliebt, dass dort vor kurzem eine BHV-Dummyprüfung stattfand. Erstmals wurden hier einige Mensch-Teams in Stufe 3, der schwersten Stufe, geprüft.

Hinter dem Dummytraining steckt ein vielseitiges Beschäftigungsprogramm für Hund und Mensch. Es setzt eine perfekt funktionierende Kommunikation zwischen dem Zwei- und dem Vierbeiner voraus. Die Aufgaben des Dummytrainings sind der Jagdhundearbeit nachempfunden. Statt mit Wild wird aber mit Dummys in Form Granulat befüllter Stoffsäckchen gearbeitet. Diese Stoffsäckchen müssen die Hunde apportieren. Dabei gibt es drei Teilbereiche mit unterschiedlicher Aufgabenstellung. Bei der Verlorensuche werden mehrere Dummys in einem Gebiet von etwa 50 mal 50 Metern Größe ausgelegt. Die darf der Hund selbstständig unter Einsatz seiner Nase suchen und apportieren. Beim Markieren werden Dummys von einem Helfer geworfen. Der Hund muss sich die Fallstellen merken (markieren) und die Dummys nach einer Wartezeit apportieren. Dem Hund wird hier ein hohes Maß an Kopfarbeit abverlangt. Er muss ruhig abwarten, bis er die Erlaubnis zum Apportieren bekommt und er trainiert Gedächtnis und räumliche Orientierung. Das Einweisen ist der anspruchsvollste Teil der Dummyarbeit. Hier weiß der Halter, wo das Dummy liegt, der Hund weiß es nicht. Der Hund quasi zum Dummy „ferngesteuert“. Er muss lernen, gerade in die vom Halter angezeigte Richtung zu laufen, sich durch einen Pfiff abstoppen lassen und nach rechts und links schicken lassen. Auf einen weiteren Pfiff hin soll er dann an der Stelle an der er sich gerade befindet, beginnen zu suchen und das gefundene Dummy zum Besitzer bringen. Beim Einweisen kommt es besonders auf einen gute Kommunikation zwischen Mensch und Hund und einen sehr guten Grundgehorsam an.

„Das Dummytraining eine perfekte Möglichkeit, Hunde artgerecht auszulasten und hilft, vielen Problemen, die durch Unterforderung entstehen, vorzubeugen“, weiß Rainer Schröder vom BHV. Es werden alle Sinne des Hundes gefordert. Die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten und die Arbeit in unterschiedlichem Gelände lassen das Training niemals langweilig werden und bieten auch für sehr gut trainierte und routinierte Hunde immer noch Herausforderungen.

Bettina Krist vom gleichnamigen Hundezentrum in Leipzig-Thekla organisierte kürzlich erstmals ein Prüfungswochenende, bei dem alle drei Schwierigkeitsstufen im Dummytraining geprüft wurden. Im November sind im Hundezentrum weitere BHV-Dummyprüfungen geplant. Dummytraining-Neueinsteigerkurse bietet Bettina Krist für Hunde ab dem sechsten Lebensmonat an, Fortgeschrittenenkurse für Hunde ab 18. Lebensmonate. „Der Kurs soll eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für den Menschen sein und den Hund körperlich und geistig fördern“, sagt Bettina Krist. „So kann er seinen natürlichen Jagdtrieb folgen und befriedigen.“

Quelle : Pressemitteilung des BHV; Photo by: pixelio.de (Karl-Heinz Laube)

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