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EU verbietet drei Pestizide, um Bienen zu schützen

In der EU dürfen Pestizide, die für Bienen lebensgefährlich sind, in der Landwirtschaft nicht mehr verwendet werden. Deutschland hatte sich erst enthalten, stimmte jetzt aber auch für das Verbot.

 

Die EU-Kommission will angesichts des weltweiten Bienensterbens den Gebrauch bestimmter Insektenvernichtungsmittel stark einschränken. Die Behörde beschloss in Brüssel dem Einsatz von Nervengiften der Neonicotinoid-Gruppe für zunächst zwei Jahre enge Grenzen zu setzen. Betroffen von den Verboten sind vor allem der deutsche Chemieriese Bayer und sein Schweizer Konkurrent Syngenta. Genauer handelt es sich um die Pestizide Clothianidin und Imidacloprid von Bayer sowie Thiamethoxam von Syngenta. Der Einsatz dieser Mittel bei der Behandlung von Saatgut, Ausbringung auf den Boden und Besprühen von Pflanzen soll nach Angaben der EU-Kommission stark eingeschränkt werden. Ausnahmen sollen für Gewächshäuser gelten. Die Verbote sollen von Dezember an gelten und spätestens nach zwei Jahren auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Greenpeace sieht in den Pflanzenschutzmitteln eine Hauptursache für das Schwinden der Bienenvölker. “Der abstruse Versuch der Chemieindustrie, die Gefährlichkeit der Gifte wegzureden, ist zum Glück misslungen”, hieß es in einer Stellungnahme. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) erklärte, es sei wichtig, weiter zu forschen, um mögliche Gefahren für Bienen frühzeitig zu erkennen. “Eine zügige und intensive Prüfung der Risiken in den Mitgliedstaaten und durch die EFSA und ein konsequentes Monitoring bleiben auch in Zukunft unerlässlich.” Seit Jahrzehnten nimmt weltweit die Bienenpopulation ab. Die Insekten spielen eine wichtige Rolle bei der Befruchtung von Pflanzen und damit auch für die Landwirtschaft. Eine UN-Studie aus dem Jahr 2011 geht davon aus, dass Bienen zusammen mit anderen Blütenbestäubern wie Vögel, Käfer oder Schmetterlinge eine Arbeit im Wert von 153 Milliarden Euro verrichten.

Quelle : www.welt.de 29.04.2013; Photo by: pixelio.de (Madlen Reichel)

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