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Ferienzeit ist Tierheimzeit …

Haustiere durchkreuzen die Urlaubspläne, werden einfach ausgesetzt oder nachts an den Zaun des Tierheims gebunden. Eine besonderes Problem sind Katzen.

 

Vielen Familien wird erst kurz vor ihrem Urlaub klar, dass sie keine Unterkunft für ihr Haustier haben. Auf die Schnelle finden sie oft keine Lösung, das Tier kommt bis zur Autobahn mit – und wird in einem Pappkarton ausgesetzt oder an einen Zaun gebunden. Wenn diese Tiere Glück haben, landen sie im Tierheim Berlin. “Die Sommerferien sind für uns und unsere Schützlinge leider jedes Jahr eine traurige Zeit. Jahr für Jahr stoßen wir dann an unsere Kapazitätsgrenzen, weil die eigens angeschafften Haustiere den Menschen und ihren Urlaubsplänen plötzlich im Weg sind”, sagt Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins für Berlin. Es gibt viele Wege, wie die Tiere letzten Endes im Tierheim landen. Die meisten Tiere werden einfach ausgesetzt oder nachts an den Zaun des Tierheims gebunden. Wenn klar ist, dass das Tier ausgesetzt worden ist, kann es zumindest gleich an einen neuen Besitzer weiter vermittelt werden.

Hunderte Katze bis Ferienende erwartet

Ist das Tier aufgelesen worden, weil es allein durch die Gegend irrte, wird fünf Tage gewartet, damit der Besitzer eine Chance hat, sich zu melden. Das Problem ist, dass bei Tieren ohne Chip der Besitzer nicht so leicht ausfindig gemacht werden kann. “Viele Besitzer denken nicht daran, bei uns anzurufen”, sagt Beate Kaminski, Sprecherin des Tierschutzvereins Berlin. Jeden Tag kommen 10 bis 25 neue Tiere, ein besonderes Problem stellen die Katzen dar, da sie viele Junge bekommen. Normal sind etwa 400 Katzen im Tierheim, zu Anfang der Sommerferien leben dagegen schon etwa 600 Katzen dort. Bis zum Spätsommer wird ein Anstieg auf 800 Tiere erwartet.

Tiersitter kümmern sich zur Urlaubszeit

Doch zum Aussetzen gibt es Alternativen. Auf der Website des Tierschutzvereins gibt es eine Tiersitter-Datenbank, dort sind 800 Menschen eingetragen, die gern ein Tier aufnehmen. Man kann nach Postleitzahlen suchen und sich vorher die Unterkunft ansehen. “Nimmst Du mein Tier, nehm’ ich Dein Tier”, ist ein Projekt des Tierheims Berlin und des Deutschen Tierschutzvereins. Es werden private Betreuungsplätze vermittelt, viele Familien “bleiben Partner über Jahre”, sagt Kaminski. Wem diese Möglichkeiten nicht zusagen, der kann sein Tier in ein Tierhotel geben, beispielsweise zum Tierhotel Mama Mo, hier werden Katzen, Hunde, Vögel und Nagetiere aufgenommen. Das Pfötchen Hotel in Beelitz hat sogar einen Tiershuttle, so dass man sein Tier in der Berliner City abgeben kann und nicht nach Beelitz fahren muss. Das Amicanis Hundehotel lässt die Hunde im Rudel leben. Es gibt sogar die Möglichkeit, seinen Hund zu sehen, während man im Urlaub ist, da täglich Bilder der Hunde bei Facebook gepostet werden.    Photo by: pixelio.de  (Oliver-Haja)

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