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Hilferuf der Hunde Teneriffas

 

©agency-animal-picture/Krug

Die Kanarischen Inseln und insbesondere Teneriffa zählen zu den beliebtesten Urlaubsgebieten der Deutschen. Abseits von Hotelanlagen und Badestränden fristen Straßenhunde allerdings ein schreckliches Leben im Elend. Wenn sich der Tierschutz durch die Vorgaben der Europäischen Union auch insgesamt betrachtet verbessert hat, ist davon in Ländern wie Spanien und insbesondere auf den Kanarischen Inseln bislang leider noch nichts zu merken. Die Hunde Teneriffas leben halbverhungert und übersät mit Parasiten, Bisswunden und Hauterkrankungen auf den Strassen oder in zum Teil illegalen Tierasylen unter katastrophalen Haltungs- und Hygienebedingungen.

Am Rande der Legalität

In vielen Gegenden Teneriffas haben sich Tierschützer aus allen Herrenländern angesiedelt und private,  oftmalsillegale Tierasyle errichtet. Die Hunde leben dort auf Arealen, die einem Schrottplatz ähneln, mit verrotteten Holzkisten als Schattenspender und ausrangierten rostigen Möbelstücken als Liegeplatz. Die hygienischen Mängel sind derart massiv, dass Hauterkrankungen,  Bissverletzungen durch Raufereien und Parasiteninfektionen mit Herz- und Lungenwürmern, Flöhen und Milben nicht in den Griff zu bekommen sind. Neben engagierten Tierschützern, die sich auf der Insel um die Hunde kümmern, zeigte eine Blick hinter die Kulissen leider auch eine Misswirtschaft bei Einzelkämpfern mit ihren meist illegalen Tierasylen. Gegenseitige Anfeindungen stehen auf der Tagesordnung. Es herrscht ein gnadenloser Konkurrenzkampf um Spendengelder und sonstige Zuwendungen. Den Hunden kommen diese meist aber nicht zugute!

Kastrationskampagnen führen nicht zum Ziel

Viele kleine private Tierschutzorganisationen der westlichen Industrieländer Europas senden immer wieder Tierärzte und Hilfspersonal ehrenamtlich nach Teneriffa, um dort Massenkastrationen an Hunden durchzuführen. Der dahinter stehende Gedanke ist zwar ehrhaft, der Effekt aber leider extrem minimal. Denn nicht eine unkontrollierbare Vermehrung der Hunde ist das vordringlichste Problem, sondern die Art der Menschen mit den Hunden umzugehen. Einerseits sind es Jäger, die sich Podencos (Kanarische Jagdhunde) zu Jagdzeiten zulegen, diese aber nach der Jagdsaison einfach auf die Strasse werfen. Andererseits sind es Inselbewohner, und darunter auch jede Menge Ausländer, die ihre Hunde plötzlich nicht mehr haben, oder nicht mehr zurück in ihr Heimatland mitnehmen wollen. Diese Hunde werden von den Menschen mitleidlos auf die Straße geworfen!

Teneriffas Regierung unter Druck

Diesem Elend muss ein Ende gesetzt werden. Das weiß auch Teneriffas Präsident Navarro., der sich zusammen mit dem zuständigen Agrarminister Josè Joaquin Betancourt nun gesprächs- und auch handlungsbereit zeigte. Es soll ein großes, unter Regierungsaufsicht gestelltes Tierheim in Fasnia, im Süden Teneriffas, gebaut werden. Das dafür zur Verfügung stehende Gelände besitzt natürliche Felsenhöhlen, die das ganze Jahr für eine konstant angenehme Temperatur sorgen. Die Höhlen sollen zu Hundezwingern umfunktioniert und vor den Höhlen große Ausläufe errichtet werden. Neben dem Bau dieses Tierheims wollen Präsident Navarro und Agrarminister Josè Joaquin Betancourt noch weitere Tierschutzmaßnahmen ins Leben rufen. Die bisherige Gesetzgebung sieht zwar den Tierschutz vor, behördliche Kontrollorgane greifen aber nicht konsequent durch. Die Gemeinden sollen jetzt dazu verpflichtet werden, ausgesetzte Hunde im Tierheim in Fasnia abzugeben und den Tierschutz zu kontrollieren. Auch Gespräche mit Jägern sollen geführt werden, um die Jäger von einer angepassten Hundehaltung zu überzeugen. Und auch eine Kennzeichnungspflicht für Hunde soll gesetzlich verankert werden, damit die Besitzer von ausgesetzten Hunden ermittelt und mit einer Geldbuße bestraft werden können.

Finanziert werden kann das Ganze aber nur durch Mithilfe von außen. Nur wenn Tierfreunde aus dem Ausland Teneriffas Regierung beim Bau des Tierheims mit einer Spende unterstützen, können die Hunde aus der bestehenden Hölle befreit werden. Wir bitten Sie deshalb mitzuhelfen und zu Spenden. Durch den Vermerk „zweckgebundene Spende für das Refugio de Fasnia“, wird jede Spende garantiert auch ausschließlich für

 

Spendenvordruck

 

 

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