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Millionen Pelztiere sterben für die kommende Wintersaison

In diesen Wochen steigt die Nachfrage nach Winterkleidung.

Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober rief die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN Konsumenten dazu auf, keine Artikel mit Echtpelz zu kaufen. Weltweit sterben jährlich über 100 Millionen Füchse, Nerze, Marderhunde und andere Tierarten für die Pelzmode. Pelze sind ein Milliardengeschäft. Die Branche freut sich über den weltweit gestiegenen Umsatz und erwartet auch für die kommende Saison weiteres Wachstum. Besonders in China boomt der Markt für Pelzwaren und die Pelztierzucht. So wurden dort in 2012 17 Millionen Nerzfelle produziert. Aber auch Europa hat einen grossen Anteil am Pelzmarkt. In Dänemark, den Niederlanden, Finnland, Polen und den Baltischen Staaten gibt es die meisten der rund 7200 europäischen Pelzfarmen. Etwa 33,5 Millionen Nerze und 2 Millionen Füchse sterben auf unserem Kontinent jährlich. Und 28% der globalen Pelzprodukte finden auch in Europa ihren Käufer. „Angesichts dieser unglaublichen Zahlen fordern wir ein EU weites Verbot der Pelztierzucht und ein Handelsverbot für die tierquälerisch produzierte Pelzmode auch in der Schweiz“ erklärt Corinne Abplanalp, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Schweiz. Zwar ist die Salonfähigkeit von kompletten Pelzmänteln scheinbar zurückgegangen, im vergangenen Rekordwinter waren jedoch kleinteilige Pelzverzierungen oder –krägen vielerorts präsent. Ähnliches ist für kommende kalte Jahreszeit zu befürchten. „Der Konsument muss sich bewusst sein, dass Fellkapuzen an Winterjacken oder Pelzbommel an Wollmützen unsägliches Tierleid verursachen. Die dafür getöteten Füchse oder Marderhunde vegetieren bis zu ihrem frühen Tod in winzigen Gitterkäfigen“, so Abplanalp. Aus Tierschutzsicht gibt es aber auch positive Entwicklungen: Die Niederlande verbieten als einer der grössten Produzentenländer (fünf Millionen Nerzfelle jährlich) ab 2024 Nerzfarmen. Anfang des Jahres hat Slowenien ein neues Tierschutzgesetz verabschiedet, das die Zucht und Jagd von Tieren zur Pelzgewinnung verbietet. In der Schweiz schafft eine Kennzeichnungspflicht für Pelze mehr Transparenz für den Konsumenten. Dort gibt es auch schon jetzt keine Pelzfarmen mehr, genau wie in Österreich, Grossbritannien und in Bulgarien. Immer mehr grosse Bekleidungsfirmen treten dem internationalen Fur Free Retailer Program bei, dass in mehreren Ländern von VIER PFOTEN repräsentiert wird. Um Pelz im Handel weiter zurückzudrängen hat die aktuelle VIER PFOTEN Online-Kampagne die internationale Modewelt im Visier. Unter dem Motto „Zeig Haut. Gegen Pelz.“ kann bei einer virtuellen Pelzparade jeder Tierfreund seinen eigenen nackten Avatar erstellen und Unternehmen wie Prada, Armani oder Burberry dazu auffordern, auf den Verkauf von Pelz zu verzichten.

Mehr Informationen auf parade-gegen-pelz.org.

Quelle : http://tierschutznews.ch Bild:Rolf van Melis  / pixelio.de
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