Neues aus der Haustierwelt »

Masthead header

Streunerhunde zur Massentötung freigegeben

Das rumänische Parlament hat die Tötung von Straßenhunden gebilligt. Die Obduktion des Vierjährigen, der kürzlich von solchen Tieren zerfleischt worden war, ergab: Nur seine Fersen blieben unverletzt.

Das rumänische Parlament hat Straßenhunde zur Massentötung freigegeben. Die Abgeordneten reagierten mit ihrer Entscheidung vom Dienstag auf den Tod des kleinen Jungen in Bukarest vor einer Woche. Der Vierjährige war an den Folgen von Hundebissen gestorben, wie die Gerichtsmedizin in Bukarest nach ihrer Untersuchung mitteilte. Das Parlament entschied mit großer Mehrheit, die Kommunen müssten eingefangene Hunde lediglich zwei Wochen lang in Tierheimen versorgen. Sollten sie in dieser Zeit nicht adoptiert werden, dürften die Tiere eingeschläfert werden. Das Parlament widerspricht damit einem Urteil des Verfassungsgerichts von 2012, das Straßenhunde schützt. Etwa 100 Tierschützer demonstrierten nach Medienangaben vor dem Parlament gegen den Beschluss. Zugleich vergrößerte die Tier-Aufsichtsbehörde ASPA die Zahl ihrer Hundefänger-Teams von bisher drei auf elf, wie deren Koordinator Razvan Bancescu sagte. Im Zusammenhang mit dem tödlichen Angriff auf das Kind ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen ASPA.

Vierjähriger erlitt Hunderte Wunden

Bancescu legte den Ermittlern Dokumente vor, aus denen nach seinen Angaben hervorgeht, dass der private Tierschutzverein Caleidoscop im Jahr 2008 aus der Obhut von ASPA einen der Hunde adoptiert hat, der jetzt an der Attacke auf das Kind beteiligt gewesen sein soll. Die Staatsanwälte wollen klären, ob Caleidoscop für den Hundeangriff zur Verantwortung gezogen werden kann. Eine Anklage gibt es noch nicht. Nach Angaben des Arztes Abdo Salem vom Gerichtsmedizinischen Institut hatten Blutungen aus mehreren hundert Wunden an der Körperoberfläche den Tod des Kindes verursacht. Diese Wunden stammten von Hundebissen, sagte Salem, der die Leiche des Kindes selbst untersucht hat, der rumänischen Nachrichtenagentur Mediafax. Die Fersen des Kindes seien die einzigen Körperteile, die bei der Hundeattacke unverletzt geblieben seien, sagte der Mediziner weiter. In Bukarest leben etwa 65.000 Straßenhunde. Seit einer Woche gehen bei ASPA nach Angaben der Behörde täglich etwa 200 Beschwerden über diese Tiere ein. Vor der Attacke auf das Kind seien es nur 70 bis 80 Anzeigen pro Tag gewesen.

Quelle: Welt.de Bild: Soja31  / pixelio.de
zum Anfang des Artikels|zurück zur Newsübersicht|Artikel weiterleiten|Info bei Twitter posten|share on Facebook|Kontakt tiere life
t i e r e   l i f e   m e n ü
a l l e   N e w s
UA-31130971-1