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Vierbeiniger Kollege: Mit dem Hund im Büro

Viele Leser werden das kennen: Auf der Arbeit kommen immer mehr Projekte, man muss häufiger zusätzliche Zeit investieren und auch mal länger bleiben. Wenn man alleinstehend ist, sitzt der eigene Hund dann in dieser Zeit zuhause – unbeschäftigt, allein und gelangweilt. Dass das auf Dauer keine Lösung ist, wird wohl jedem einleuchten. Deshalb haben wir uns in diesem Blogeintrag mit dem Thema „Hund im Büro“ beschäftigt. Es ist jedoch nicht so unkompliziert, dass man den Hund einfach von heute auf morgen mitnimmt und erwartet, dass alles funktioniert und jeder damit einverstanden ist. Es ist wichtig, im Voraus einige Sachen zu klären und sich auch zu überlegen, was Hund und Büro für Voraussetzungen erfüllen müssen. Dann steht dem gemeinsamen Leben & Arbeiten nichts mehr im Wege.

Zuerst abklären

Zuerst einmal ist natürlich angebracht, dass man sich von oberster Stelle die Erlaubnis holt: Man muss den Chef oder die Geschäftsführung fragen. Um die Entscheidung einfacher zu machen hilft es, wenn der Vorgesetzte den eigenen Hund kennt und weiß, dass es kein Chaosvierbeiner ist. Ist dieses Bekanntmachen nicht möglich, kann man auch wissenschaftliche Studien mitbringen, die die positiven Effekte eines Hundes auf das Büro- und Arbeitsleben darstellen. Hat man hier schon mal ein „Ja“ gekriegt, gilt es die Kollegen zu befragen. Neben dem reinen Einverständnis ist es außerdem wichtig, sich nach Allergien oder einer ausgeprägten Hundeangst zu fragen: Als guter Kollege sollte man bei einer der letzten beiden Fälle akzeptieren, dass der Hund im Büro keine gute Idee ist. Falls man kritische Kollegen hat, die bei Hunden immer an Krankheiten und Parasiten denken, ist es übrigens eine gute Idee, sich vom Tierarzt ein Attest zu holen: Wenn dieses besagt, dass der Hund kerngesund, sauber und frei von jeglichem Ungeziefer ist, kann man diesen Einwand schon mal wiederlegen.

Voraussetzung für den Bürobereich

Auch das Büro muss Hundetauglich sein. Wichtigste Voraussetzungen ist erst einmal der Aufbau: Will  man seinen Dackel mit ins Büro bringen, ist es beispielsweise nicht günstig, wenn viele Treppen zu besteigen sind. Außerdem wichtig: Geeignete Möglichkeiten für den Auslauf in Pausen müssen in der Nähe sein. Im Idealfall sind das eine Parkanlage, Felder oder zumindest eine Wiese. Immerhin geht es nicht nur darum, dass der Hund sein Geschäft erledigen kann: Die Pause bietet auch die Möglichkeit, dass der Hund gefördert und ausgelastet werden kann – und das auch kopftechnisch. Generell gilt: Immer Gassibeutel mithaben, damit es nicht zu Konflikten mit Anwohnern kommt. Im Büro muss es außerdem genügend Platz geben, damit der Hund seinen eigenen Platz hat: Hier muss ein Körbchen oder eine Decke hinpassen, auch Wassernapf und eventuell Futternapf (er kann auch außerhalb gefüttert werden). Zusätzlich sollte der Hundeplatz nicht im Durchzug stehen oder in einem Durchgang, wo er ständig Gefahr läuft, überrannt zu werden. Gerne wird eine Hundebox genommen, da der höhlenartige Aufbau viel Schutz bietet und zudem geschlossen werden kann, falls der Hund einmal am Platz bleiben muss. Zu guter Letzt sollte der Raum gut zu lüften sein.

Voraussetzung für den Hund

Generell gilt, dass der Hund kein Welpe oder Junghund mehr sein sollte. In diesem Alter brauchen Hunde noch viel mehr Aufmerksamkeit und im Büro ist das nicht möglich, da man ja immerhin auch arbeiten soll. Es wäre also weder für Dich noch für deinen Hund eine gute Lösung. Ein ganz wichtiger Punkt ist die Sozialisierung des Hundes: Er muss uneingeschränkt freundlich zu Menschen sein, auch zu Fremden. Er sollte außerdem kein territoriales Verhalten an den Tag legen, damit Kunden nicht auf einmal als Eindringlinge angesehen werden, die gestellt werden müssen. Damit das Zusammenleben-/Arbeiten gut funktioniert, sollte der Hund außerdem einen guten Grundehorsam besitzen und kommen, sitzen und auf seinem Platz bleiben, wenn man es ihm sagt. Wenn man einen Job hat (die meisten werden wohl so sein), bei dem man auch mal in ein Meeting muss, sollte der Hund außerdem eine gewisse Zeit ohne Herrchen bzw. Frauchen auskommen können. Zusätzlich sollte er nicht dauernd im Mittelpuntk stehen wollen, da er sonst Gefahr läuft, die Arbeitsabläufe zu stören. Darüber hinaus muss er stressresistent sein und darf nicht ängstlich oder aggressiv sein.

Der ersten Schritte im Leben eines Bürohundes

Wenn Büro und Hund alle Voraussetzungen erfüllen und auch die Kollegen am Arbeitsplatz ihr „Okay“ gegeben haben, kann man anfangen, den Hund an den Büroalltag zu gewöhnen. Natürlich braucht der Hund ausreichend Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Deshalb sollte man den Hund zuerst nur ab und zu mit ins Büro nehmen und dann langsam die Zeitspannen verlängern. Außerdem müssen sich auch manche Kollegen erst an die neue Situation gewöhnen. Wichtig ist, dass der Hund von Anfang an einen festen Platz hat: Dieser ist sein Rückzugsort, Schlafplatz und sollte wenn möglich immer an derselben Stelle sein. Wenn alles gut funktioniert, sollte man nicht vergessen, seinen Vierbeiner zu loben. Und zu guter Letzt kann ein „Ersatzherrchen“ bestimmt werden, welches sich um den Hund kümmert und die Verantwortung trägt, wenn man selber nicht da ist. Es gibt sowohl Dir, als auch dem Hund Sicherheit, wenn Du nicht die einzige Bezugsperson bist.

Fazit: Hund im Büro

Wenn sich alles gut eingespielt hat und Hund mit Kollegen und Kunden gut auskommt, ist eine solche Vereinbarung toll für alle Beteiligten: Der Hund ist nicht allein zuhause, man selber braucht ihm gegenüber kein schlechtes Gewissen haben und auch für die Büroatmosphäre ist es förderlich: Studien haben bewiesen, dass ein Hund im Büro für Harmonie und gute Stimmung sorgt, was auch der Arbeit selber zugutekommt. Darüber hinaus baut das Streicheln nachweislich Stress ab und verringert Bluthochdruck.  Aber auch für die Beziehung der Kollegen ist es gut: Beispielsweise können durch gemeinsame Pausenspaziergänge neue Kontakte entstehen und auch schüchterne Menschen lassen sich oftmals gerne von einem Hund aus dem Schneckenhaus holen.

Quelle:zooroyal.de;Bild:TorstenKlemm@pixelio

 

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