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Wenn der Hund beim Hauskauf berät !

Spezielle Spürhunde können den Schimmelbefall an Decken oder unter Tapeten feststellen. Unter anderem beim Hauskauf werden die schnüffelnden Tiere immer wichtiger.

Schimmelpilze und ihre Sporen gibt es überall. Doch wenn sie einmal in den eigenen vier Wänden ein neues Zuhause gefunden haben, ist die Not groß. Um die unter Umständen gefährlichen und im Anfangsstadium unsichtbaren Spezies aufzuspüren, gibt es nur wenige effektive Methoden. Mittlerweile gibt es sieben zertifizierte Hunde in Deutschland, die in  einem gegründeten Spürhunde-Netzwerk zusammengeschlossen sind. Zehn weitere Hunde werden gerade ausgebildet. Trainierte Hunde können nicht nur Drogen, Sprengstoff, Krebs im Anfangsstadium an Menschen oder Bettwanzen riechen, sondern erschnüffeln Schimmelbefall auch unter Tapeten, gerade überstrichenen Flächen oder Decken. “Wir arbeiten deshalb auch gerne mit Immobilienmaklern oder Hauskauf-Interessenten zusammen, die ein schimmelfreies Haus oder eine Wohnung verkaufen oder kaufen wollen. Naila findet alle gängigen Schimmelpilzarten, die man nicht sehen, aber in ihrem Falle riechen kann”, sagt Petra Acker.
Bei Schimmel schlagen die Hunde in der Regel schnell an. Der Hund kratzt oder setzt sich neben die vom Schimmel befallenen Flächen, auch wenn sich diese unter Fließen befinden. Für eine Wohnung mit drei Zimmern entstehen dadurch Kosten von bis zu 300 Euro, für eine Hausuntersuchung muss man je nach Größe auch schon mal 800 Euro berappen. “Das ist immer noch günstiger, als wenn man ein Haus kauft und danach teuer sanieren muss. Viele Menschen denken, dass sie keinen Pilz in ihrem Haus haben und sind dann sehr erschrocken, wenn die Laborproben nach dem Anschlagen unserer Hunde ausgewertet sind”, sagt Petra Acker. Sie sieht ihre Schimmelhunde deshalb als ideale Ergänzung zu menschlichen Gutachtern. Mittlerweile berät die Hundehalterin sogar das finnische Gesundheitsministerium.
Guido Fischer vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg sieht den Einsatz von Spürhunden bei der Schimmelaufspürung differenziert. Die Ausbildung der Hunde nenne sich zwar “zertifiziert”. Doch “es handelt sich um keine öffentlich anerkannte Stelle. Es stehen also kommerzielle Interessen im Vordergrund”, sagt Fischer. Schimmelhunde könnten zwar theoretisch helfen, Schimmelpilzkontaminationen aufzudecken. “Allerdings besteht die Gefahr, dass der Hund auch hygienisch nicht relevantes Schimmelpilzwachstum findet. Hier muss dann der Hygieniker oder Bausachverständige klären, inwieweit eine Sanierung des Objektes an der entsprechenden Stelle sinnvoll und notwendig ist”, betont der Experte. Beim Umweltbundesamt habe sich mittlerweile eine Arbeitsgruppe gebildet, die die qualitätsgesicherte Arbeit mit den Schimmelhunden fördern wolle.

Quelle: Welt.de;  Bild: Wolfgang Richter – pixelio.de

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