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Wirbelsäulenblockaden bei Hunden – wenn es im Rücken klemmt

Das Thema „Blockaden bei Hunden“ ist ein Thema, worüber viele noch nicht Bescheid wissen oder nur Hundebesitzer die damit schon selbst konfrontiert wurden.

Wer kennt es nicht, es zieht im Rücken und man fühlt sich unbeweglich und verspannt. Doch während uns die Wahl bleibt zwischen zum Arzt gehen um uns ein Rezept verschreiben zu lassen oder es zu ignorieren sind unsere Hund deutlich hilfloser. Blockaden sind vorübergehende Einschränkungen der Beweglichkeit eines oder mehreren Gelenke ohne erkennbare Veränderung. Blockaden sind oft die Ursache für Rückenschmerzen beim Hund und können zu Lahmheiten, Verspannungen und Einschränkungen in der Bewegung verantwortlich sein. Ein Blockade ist nicht, wie früher angenommen, eine mechanische Gelenksperre, sondern ein schmerzbedingtes Reflexgeschehen, dass von einer bestimmten Ursache kommt.

Als Ursachen kommt folgendes in Frage:

  • Folge einer einmaligen falschen Bewegung (Sprung, Apport, Schutzdienst, Hürdensprung, Agility, Tunierhundesport, toben mit anderen Hunden, Ball spielen)
  • Statische und dauerhafte Fehlbelastung (einseitiger Hundesport, nach Operationen/Verletzungen)
  • Muskuläre Störunge (Verspannungen, Verkürzungen, Verklebungen in der Muskulatur)
  • Bandinsuffizienz (instabile Gelenke, Bindegewebsschwäche, Erkrankung, Alter)

Wichtig ist es, dass der Hundebesitzer selber ein Auge dafür entwickelt, wann sein Hund eventuell eine Blockade haben könnte. Aufmerksam wird man zum Beispiel durch ein unrundes und steifes Gangbild des Hundes, kurzes Aufjaulen bei einer Bewegung, Verspannungen entlang der Wirbelsäule (tastbar beim Streicheln des Hundes), Hund meidet bestimmte Bewegungen z.B. Sprünge oder Treppen oder macht es nach kurzem zögern erst. Der Körper reagiert auf eine Blockade mit einer Schmerzabwehr, dadurch kommt es zu einer erhöhten Spannung in der Muskulatur. Die Tonusveränderungen werden als Irritationspunkte in der Muskulatur tastbar für den Therapeuten und sollten durchs triggern beseitigt werden. Hat man den Verdacht, dass eine Blockade bestehen sollte, wäre es zeitnah sinnvoll einen Hundephysiotherapeuten auf zu suchen. Nach einer kurzen Befundung, sollte dieser dann die Blockaden lösen.

Hierzu eignen sich verschiedene Techniken.

Als erstes sollte immer die angespannte Muskulatur etwas entspannt werden durch eine Wärmeanwendung und ein paar Massagegriffe. Danach hat der Therapeut die Möglichkeit mit Hilfe der Manuellen Therapie oder der Dorn – Therapie die bestehende Blockade in der Wirbelsäule zu lösen. Vor allem die Dorn Therapie ist eine sehr sanfte Technik und wird durch wenig Druck ausgeübt. Es wird im Gegensatz zur Chiropraktik nicht mit langen Hebeln gearbeitet und es kommt zu keiner Überdehnung der Bänder bei der Dorn-Therapie. Der größte Vorteil ist, dass es für die Hunde nicht schmerzhaft ist, im schlimmsten Fall nur etwas unangenehm. Deshalb lassen es sich auch alle Hunde gut gefallen. Die Breuß Massage, die meist noch nach der Dorn-Therapie folgt, nehmen die Hunde als sehr angenehm war und nicht nur einer schläft dabei ein. Zusätzlich sollten, wie oben beschrieben, die Irritatsionspunkte in der Muskulatur behandelt werden. Nun sollte eine Hausaufgabe folgen, indem der Besitzer gezeigt bekommt, wie man die Wirbelsäule stabilisiert, um den Wirbel an Ort und Stelle zu halten. Dafür eignet sich die „Isometrische Spannungsübung“ bestens. Dazu muss der Hund stehen und es werden Widerstände entlang des Rückens gegeben, auf die der Hund mit einem „dagegen drücken“ reagieren sollte. Jedoch nur so stark, dass der Hund keinen Ausfallschritt macht. Widerstände können von rechts nach links, von links nach rechts, diagonal, von vorne nach hinten und von hinten nach vorne gegeben werden. Ausserdem sollte der Besitzer daheim noch weiter Wärme am Hund anwenden, da sich so eine Verspannung nicht durch eine Massage löst. Hierzu sollte der Physiotherapeut die richtige Wärmeapplikation für den Hund wählen. Als letztes möchte ich noch erwähnen, dass feucht-kaltes Wetter auch mit verantwortlich sein kann, dass der Hund schneller Blockaden bekommt. Deshalb empfehle ich selbst bei jungen Hunden schon einen Hundemantel zu tragen. Auch ältere Hunde genießen einen wärmenden Mantel beim Spaziergang besonders.

 

Hundephysiotherapeutin www.hundephysio-praispfote.com Bild:Bernd Kasper @pixelio

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